NÖ Mittelschule für Wirtschaft und Technik Wiener Neustadt
4a - Ausstellung im Jüdischen Museum Wien
Am Montag, 10. 03. 2025, besuchte die Klasse 4a die Ausstellung "Die Dritte Generation. Der Holocaust im familiären Gedächtnis" im Jüdischen Museum in der Dorotheergasse 11 im 1. Bezirk.
Mit der dritten Generation meint man die Enkelkinder von Überlebenden der Gräuel des Nationalsozialismus, denn allen voran diese Generation begann damit, sich mit den Traumata der Vergangenheit ihrer Familien auseinanderzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler erwiesen sich als gut informiert und erhielten einiges an Input. Besonders beeindruckend waren die Selbstporträts von Rafael Goldchain, der auf diesem Weg seiner, während der Schoa ermordeten, Vorfahren gedachte. Unter dem Begriff "Schoa" (auf Deutsch: Katastrophe bzw. großes Unheil) versteht man die systematische Vernichtung der Juden während des Nationalsozialismus und er stellt somit eine scharfe Abgrenzung zum westlichen Begriff des "Holocaust" dar, womit die Verfolgung und Vernichtung aller als andersartigen/unerwünschten Menschengruppen gemeint ist. Geschichte wiederholt sich - leider, denn wenn sie sich wiederholt, dann zumeist auf Negatives bezogen. Um dem entgegenzuwirken, um den Stimmen der Vergangenheit Gehör zu schenken, ist eine bewusste und reflektierte Auseinandersetzung mit Geschichte, vor allem jener dieser Zeit, viel wichtiger für unser aller Zukunft, als es den meisten Menschen bewusst sein mag oder auch bewusst sein will.
Erfreulicherweise gab es von einigen Jugendlichen positives Feedback zu diesem Ausflug, was wieder einmal die enorme Bedeutung außerschulischer Lernorte zeigt - in der Schule ist die Vermittlung mancher Zugänge, die zu Interesse und einem tiefergehenden Verständnis führen können, auf diese Weise nicht möglich. Hier geht es zum dazugehörigen Beitrag auf Instagram.